Inklusion

Inklusion verfolgt das Ziel, „alle Dimensionen von Heterogenität in den Blick zu bekommen und gemeinsam zu betrachten. Dabei kann es um unterschiedliche Fähigkeiten, Geschlechterrollen, ethnische Herkünfte, Nationalitäten, Erstsprachen, soziale Milieus, Religionen und weltanschauliche Orientierungen, körperliche Bedingungen oder anderes mehr gehen“ (Hinz 2008). Inklusion bedeutet demnach für eine Gemeinschaft, dass sie die Dimensionen der Vielfalt in ihrer Mitte wahrnimmt, wertschätzt und aktiv nutzt.

Die Offene Schule Köln versteht sich als eine „Schule für Alle“, die die Vielfalt und Einzigartigkeit aller willkommen heißt. Sie macht sich zur Aufgabe, alle Schülerinnen und Schüler als Individuen mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit in dieser und für diese Welt stark zu machen. Sie legt Wert darauf, dass die Schüler und Schülerinnen lernen, den vielfältigsten Bedingungen offen, selbstbewusst und produktiv zu begegnen und nachhaltig mit ihnen umzugehen. Und sie gestaltet eine offene Lebens- und Lernwelt sowohl für Lernende als auch für Lehrende, die von wesentlichen Werten wie Teilhabe, Anerkennung und Wertschätzung, Verantwortungsbewusstsein, Nachhaltigkeit, Fairness und Hilfsbereitschaft getragen wird.

Die Offene Schule Köln lebt eine Kultur, in der jede und jeder mit ihrer und seiner Einzigartigkeit die volle Teilhabe am schulischen Gemeinschaftsleben erfährt. Eine respektierende und vertrauensvoll anregende Lernkultur bildet die Grundlage, die es jeder und jedem ermöglicht, ihre und seine Begabungen und höchstmöglichen Leistungen zu entfalten.

Dies geschieht auf einem inklusiven Lernweg und in einem inklusiven Lernumfeld. Das bedeutet insbesondere, dass alle Schüler und Schülerinnen in der Offenen Schule Köln auf Lehrerinnen und Lehrer und weitere begleitende pädagogische Fachkräfte treffen, die sie in ihrem jeweiligen Förder- und Unterstützungsbedarf erkennen und ansprechen. Diese personellen Ressourcen werden ergänzt um Menschen, die sich um die Verwaltung der Schule sowie das leibliche Wohl ihrer Besucher und Besucherinnen kümmern. Auch die bauliche Situation der Offenen Schule Köln ist so gestaltet, dass inklusives Lernen ermöglicht wird: Es werden Lernräume unterschiedlicher Art geschaffen, die das gleichzeitige, aber in Art und Weise höchst vielfältige Leben und Lernen der Schülerinnen und Schüler altersgemischten Lerneinheiten ermöglichen und anregen. Ein der Inklusion verpflichtetes schuleigenes Lernprogramm setzt den Inklusionsgedanken inhaltlich um und ermöglicht es, dass jeder Schüler und jede Schülerin die spezifischen Lernziele erreicht.

Die Offene Schule Köln ist ein lernendes System. Ihre kontinuierliche Schulentwicklung und Evaluation orientiert sich am Leitziel der Inklusion.

Inklusion ist einMenschenercht, ein lohnendes Ziel am Ende eines langen Weges. Eine inklusiv arbeitende Institution hat daher stets sich selbst an den Maßstäben der Inklusion zu messen: Sie muss ihren Weg zur Erreichung des Ziels gegebenenfalls korrigieren, ihn jedenfalls immer wieder auf das Ziel neu ausrichten.